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Technische Analyse: Fünf Tipps für den Handel auf einem unruhigen Seitwärtsmarkt

Diese Woche gibt Marco Bozza einige Tipps für den Handel in einem seitwärts tendierenden und unruhigen Markt.

Für viele Daytrader sind seitwärtsgerichtete Märkte wirklich ein Alptraum. Ihre Signale, die in einem sich entwickelnden Markt funktionierten, sind jetzt nutzlos geworden und hacken langsam an Ihrem Tradingkapital und Ihren Lambo-Träumen. Das Überleben in einem unruhigen Markt ist eine der vielen Strategien, die ein Trader entwickeln muss, wenn er Profit machen will. Für einige ist eine Strategie, unter bestimmten Bedingungen einfach nicht zu handeln, eine plausible Strategie, denn das Ziel des Trading ist nicht immer, Geld zu verdienen, sondern es geht darum, sein Geld nicht zu verlieren. Einige mögen vielleicht in der Lage sein, in diesen Situationen nichts zu tun, aber für diejenigen, die es nicht können oder wollen, können Profite von 1-3% erzielen. Deswegen ist die Entwicklung einer Strategie und eines Plans zur Erzielung dieser Gewinne von entscheidender Bedeutung.

1) Entwicklung einer Strategie mit niedrigem Zeitrahmen

Handel mit einem niedrigen Zeitrahmen bedeutet in der Regel schnellere Entscheidungen zu treffen, und da Schnelligkeit besonders wichtig ist, brauchen Sie eine Strategie, die dem Trend des niedrigen Zeitrahmens gerecht wird. Zum Beispiel kann eine einfache “W” Bottom- oder “M” Top-Muster-Strategie die entscheidenden 1-3%-Profite ergeben. Schauen Sie sich das Liniendiagramm auf Litecoin/USD an und beobachten Sie, wie viele “W”- und “M”-Setups in ihren Höchst- und Tiefstständen handelbar waren. Denken Sie daran, dass dies 1-3%-Bewegungen sind und keine gigantischen 100%-Shifts, wie wir sie vor einem Jahr gewohnt waren. Sie müssen nehmen, was der Markt Ihnen gibt. Denken Sie daran, immer einen Stop-Loss zu haben.

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Einfache “W”- und “M”-Musterstrategie mit niedrigem Zeitrahmen von Pansyfaust auf TradingView.com

2) Price Action ist das Um und Auf:

Ein Problem beim Seitwärtshandel in niedrigeren Zeitfenstern besteht darin, dass der unruhige Markt oft ziemlich volatil ist, mit vielen Candles und Fake-Outs zu beiden Seiten – man kann den Markt nicht kontrollieren, aber man kann seine Tradinggeschäfte kontrollieren, daher sind Disziplin und Einstiegskriterien wichtig. Und nicht nur das: Auf unruhigen Märkten werden Sie feststellen, dass viele Indikatoren (wenn auch nicht alle) oft hinterherhinken, was zu nicht handelbaren Unruhen im Chart führt oder Sie zu früh in den richtigen Handel oder zu spät in den richtigen Trade bringt. Aus diesem Grund führt die einfache Beobachtung der Preisbewegungen, ohne sich vollständig auf Indikatoren zu verlassen, zu besseren tradebaren Ergebnissen. Zum Beispiel bedeutet eine einfache Preisaktion, bei der es höhere Tiefs oder niedrigere Hochs gibt, in der Regel eine tradebare Preisaktion in kürzeren Zeiträumen. Grüne Pfeile, die niedrigere Tiefststände anzeigen sowie die roten Pfeile, die niedrigere Höchststände anzeigen, sind in der Regel gute Tradingsignale für die Entscheidung zwischen Short oder Long.

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Preisaktionshandel von Pansyfaust auf TradingView.com

3) Geschwindigkeit ist entscheidend

Da wir versuchen, auf einem seitwärts tendierenden Markt zu traden, bewegen sich unsere Trades zu niedrigeren Zeitrahmen (15 Minuten/1 Stunde), um einige tradebare Setups zu finden, die uns nicht aus dem Markt drängen. Das Ziel jeder kurzfristigen Strategie in einem unruhigen Markt ist Schnelligkeit – Sie müssen schnell in den Markt hinein und wieder heraus, aber gerade lang genug, um Ihre 2-5% für den Tag zu verdienen. Die Verwendung eines schnelleren Indikators, wie das 9/21 EMA-Kreuz auf einem 30-Minuten-Zeitrahmen, kann Ihnen auch schnellere Tradingsignale geben.

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Schnelle Tradingstrategie von Pansyfaust auf TradingView.com

4) ABC- Immer am Ende sein

Wenn man in einem niedrigeren Zeitrahmen handelt, mag ein profitables Geschäft so aussehen, als würde es für immer steigen oder sinken. Das Ziel ist aber, immer in bzw. Aus einem Trade zu gehen. Man braucht die Disziplin, regelbasiert einzusteigen, Gewinne und Verluste mitzunehmen – Nehmen Sie sich nicht vor, Hoch- oder Tiefstände zu traden, sondern lieber die dazwischen stattfindenden Bewegungen.

5) Vergessen Sie nicht den größeren Trend

Wenn wir in einen länger andauernden Seitwärtsmarkt eintreten, lassen Sie sich nicht auf Kosten des größeren Trends in den Trade mit geringem Zeitrahmen hineinziehen. Vergessen Sie nicht, die größeren Zeitrahmen zu beobachten, um diese Verzerrung in Ihren Handel mit niedrigen Zeitrahmen zu filtern.